AIKIDO

 

 AIKIDO hat sein langjähriges Dasein im Schatten der fernöstlichen Kampfsportarten wie Ju-Do, Karate-Da, Taek-won-Do,... aufgegeben und sich emanzipiert.

Wichtig, und das möchte ich hier eindringlich als wesentlichen Unterschied zu den anderen fernöstlichen Budosportarten aufführen, sind die dem AIKIDO eigentümlichen Komponenten:

 1. AIKIDO kennt keine Wettkämpfe. Es gibt im AIKIDO keine Turniere und keine Wettbewerbe. Jede Art von Leistungsvergleich ist dem Gedanken des AIKIDO fremd.

 2. AIKIDO bedeutet, einem Gegenüber nicht mit Aggression oder mit Gewalt zu begegnen. Jede Technik des AIKIDO (Wurf- oder Haltetechnik) ist so konzipiert, dass sie die Angriffsenergie des Angreifers aufnimmt und neutralisiert. Nicht Gewalt gegen Gewalt, Aggression gegen Aggression, sondern Leerlauf und Neutralisierung der negativen Angriffsenergie sind die Prinzipien des AIKIDO.

 3. AIKIDO ist rein defensiv. Es gibt keine Angriffs-, sondern nur Verteidigungstechnik, die hochwirksam sind. AIKIDO kann somit auch schwächeren Menschen als effektive Verteidigung im Notfall dienen.

  Es gäbe noch viele Gründe, sich für das AIKIDO stark zu machen. AIKIDO macht viel Spaß, AIKIDO ist eine der "Sportarten" mit der geringsten Unfallquote, AIKIDO ist gesellig, nicht an Alter, psychischer oder physischer Konstitution, Geschlecht oder Hautfarbe gebunden.

Welchen Nutzen bringt das AIKIDO dem Einzelnen?

 - AIKIDO bietet eine Lebensaufgabe, einen Weg, eine Orientierung. AIKIDO ist keine "Hau-drauf"-Budosportart, wie es uns leider in vielen Billigproduktionen aus Hongkong  oder aus Amerika vermittelt wird (dies sind nur Entartungen des Budosports), sondern ein ernster Weg zur Persönlichkeitsbildung und altruistischer Erziehung.

 - AIKIDO vermittelt soziale Werte, die heute in unserer Gesellschaft leider auch auf dem Rückzug sind: Partnerschaft (AIKIDO kann man nur zu zweit trainieren: Der Partner als  Spiegel der eigenen Person), Rücksichtnahme, Nächstenliebe, Verantwortung für den Nächsten u.v.a.

 - Nicht zuletzt ein strenge körperliche und geistige Ertüchtigung. Nicht nur das teilweise harte körperliche Training beansprucht den ganzen Menschen, sondern v.a. die geistige Auseinandersetzung mit den Techniken des AIKIDO während des Trainings und auch im Alltag. Vieles im Training kann leicht in den Alltag herübergeholt und angewandt werden. Für mich, der ich schon viele Jahre AIKIDO betreibe, ist es eine Lebensaufgabe, eine Lebensform. Der Gründer des AIKIDO, Meister Uyeshiba, sah den Wesenskern des AIKIDO als die "universelle Liebe" und die Techniken als Weg zu diesem Ziel. Ich kann unseren Hauptverein, dem TV Türkheim 1891 e.V., zum Jubiläum nur danken, dass er AIKIDO als eigenständige Abteilung aufgenommen hat. Ich glaube, dass das AIKIDO einen wertvollen Beitrag zu einem friedvolleren Alltag leisten kann.

André Kraus
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hier noch ein Video: